Auch 15 Jahre nach seiner Auffindung hat der Gesseler Goldhort noch nicht alle seine Geheimnisse preisgegeben.
Im Frühjahr 2026 ist daher eine neues Forschungsprojekt zum Goldhort gestartet. Für das Projekt arbeiten das Landesmuseum Hannover, das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege (NLD) und die Universitäten Kiel und Göttingen interdisziplinär zusammen. Am Landesmuseum werden Rohmaterial und die Objekte eingehender analysiert, das NLD untersucht den Fundplatz und die archäologischen Denkmäler in seinem Umfeld. Die Universität Kiel geht mit botanischen Untersuchungsmethoden den wirtschaftlichen Grundlagen der bronzezeitlichen Bevölkerung nach und erforscht die lokale Landschaftsentwicklung, während die Universität Göttingen sich mit Lehrgrabungen nahe der Fundstelle einbringen wird. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.
Am 10. April 2026 stellten Dr. Daniel Neumann (Kurator der Archäologischen Sammlung am Landesmuseum Hannover) und Dr. Henning Haßmann (Leiter der Archäologischen Abteilung am Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege) den aktuellen Forschungsstand im Forum Gesseler Goldhort vor und gaben ein Ausblick auf das Projekt. Wir freuen uns darauf, auch die neuen Forschungserkenntnisse wieder hier vorzustellen.