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Stay at home: Auch der Goldhort von Gessel bleibt weiterhin zuhause

Vollständiger Originalschatz ist noch bis Mitte Juni im Forum Gesseler Goldhort zu sehen

Der Gesseler Goldhort ist einer der größten mitteleuropäischen Goldfunde der Bronzezeit und wird seit vergangenem Oktober im neuen Forum Gesseler Goldhort am Kreismuseum Syke ausgestellt. Die Ausstellung des Originalschatzes war ursprünglich nur bis Ende März 2021 zugesagt. Ab April 2021 sollten drei wechselnde Originalstücke zusammen mit hochwertigen Repliken als Dauerleihgabe in Syke bleiben. Nun hat das Kreismuseum die Zusage einer Verlängerung der Ausstellung des vollständigen Originalschatzes bis Mitte Juni 2021 erhalten.

„Die Verlängerung bis in den Juni ist ein weiterer Teilerfolg, aber auch notwendig angesichts der bundesweiten coronabedingten Museumsschließungen. Wir arbeiten unermüdlich daran, dem Goldhort auch eine dauerhafte Heimkehr zu ermöglichen“, so Landrat Cord Bockhop. Am 2. November 2020 – bereits einen Monat nach Ausstellungsbeginn – mussten im Rahmen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie das Forum Gesseler Goldhort wie alle Museen in Deutschland schließen. Eine Öffnung der Museen stellt die Niedersächsische Landesregierung in Aussicht, wenn bei einer stabilen landesweiten 7-Tages-Inzidenz höchstens 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern erfasst werden. Die 7-Tages-Inzidenz für den Landkreis Diepholz liegt derzeit bei 47,9 (Stand 18.02.2021). Der Landeswert beträgt 68,1 (Stand 18.02.2021).

„Der Gesseler Goldhort ist nun schon über 3.000 Jahre bei uns im Landkreis Diepholz. Und nur bei uns, im Forum Gesseler Goldhort, ist er der Goldhort von Gessel und nicht nur ein Ausstellungsstück neben vielen anderen“, erläutert der Landrat die Bedeutung des Forums. „Zusammen mit den Sponsoren Avacon, EWE, der Kreissparkasse Syke und der Sparkassenstiftung haben wir den Kraftakt geschafft und für 3 Millionen Euro ein repräsentatives Heim für unseren Schatz geschaffen. Darum werden wir alles daran setzen, damit der Goldhort dauerhaft im Original in Syke ausgestellt werden kann. Wir führen diesbezüglich weiterhin Gespräche mit der Landesregierung.“

Allein im ersten Monat zählte die Ausstellung unter Berücksichtigung aller Infektionsschutzmaßnahmen 2.353 Besucherinnen und Besucher. „Alle weiteren öffentlichen Führungen im Jahr 2020 waren ausgebucht. Darüber hinaus gab es viele Anmeldungen für gebuchte Führungen – nur leider mussten wir diese wegen des Lockdowns absagen“, erklärt Museumsleiter Dr. Ralf Vogeding. „Das Feedback der Besucherinnen und Besucher war überaus positiv. Besonders gut gefiel unseren Gästen, dass der Fund des Goldhorts und seine Freilegung ausführlich gezeigt werden. Auch die anschauliche Konzeption der Ausstellung wurde immer wieder hervorgehoben.“

„In der Zwischenzeit bieten wir online unter www.forum-gesseler-goldhort.de einen virtuellen Rundgang durch die Ausstellung an“, ergänzt Kuratorin Nele Miethig. „Wir hoffen aber, die Ausstellung den Besucherinnen und Besuchern bald auch wieder im Rahmen des regulären Museumsbetriebs zugänglich machen zu können. Wir haben bereits viele Veranstaltungen und Aktivitäten erarbeitet und hoffen, dass auch Schulklassen bald wieder das Forum Gesseler Goldhort entdecken und erforschen können.“

Um möglichst vielen Menschen den Besuch des Goldhorts bei hohen Hygienestandards zu ermöglichen, werden die Öffnungszeiten ab der Wiedereröffnung bis Mitte Juni erweitert. Die Anmeldung kann bereits jetzt telefonisch und im März auch über ein Online-Formular erfolgen und es werden entsprechende Zeitfenster vergeben. Im April soll dann auch die Vortragsreihe „Abends im Forum“ beginnen. Unter anderem konnte das Kreismuseum Bernd Rasink, Koordinator der Grabungen an der Nordeuropäischen Erdgasleitung (NEL), für einen Vortrag gewinnen.

Der Gesseler Goldhort ist einer der größten mitteleuropäische Goldfunde der Bronzezeit und gilt als archäologische Sensation. Seinen Namen verdankt er seinem Fundort im gleichnamigen Ortsteil von Syke. Die 117 Einzelstücke bilden das Herzstück einer umfangreichen Ausstellung im Museumsneubau. Ein zentrales Element der Ausstellung ist das Mitmach-Labor im Erdgeschoss des Museumsneubaus.

Der Museumsanbau wurde vom Büro Freitag Hartmann Architekten aus Berlin entworfen. Archäologe Herwig Kenzler hat die Ausstellung konzipiert und kuratiert. Die Ausstellungsgestaltung erfolgte durch neo.studio neumann schneider architekten aus Berlin.

Ansprechpersonen für Presseanfragen:

Forum Gesseler Goldhort
am Kreismuseum Syke
Frau Nele Miethig
Herrlichkeit 65
28857 Syke
Tel.: 04242/976-4336
nele.miethig@diepholz.de
Landkreis Diepholz
Fachdienst Büro des Landrats
Frau Mareike Rein
Niedersachsenstraße 2
49356 Diepholz
Tel.: 05441/976-1064
mareike.rein@diepholz.de

 

 

 

 

 


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© K. Schluchtmann, Kreismuseum Syke

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